Albert-Schweitzer-Carré

 

Bauherr:                   Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Wanne-Eckel eG

 

Betreiber:                 Caritas

 

Wohneinheiten:        ca. 100 WE + 20 Wohngruppenplätze

 

 

Die Basis Klimasiedlung für Generationen Nachhaltige Immobilien entstehen durch eine konzentrierte Besinnung auf den Ort. An der Fritz-Reuter-Straße bietet sich die Chance, eine lebendige Klimaschutzsiedlung für Generationen entstehen zu lassen. Mit dem nachhaltigen Umgang generationsübergreifenden Wohnens werden wir der Nachfrage unserer aktuellen und zukünftigen Gesellschaft an unterschiedliche Wohn- und Lebensformen gerecht. Der Entwurf bietet dabei attraktive, hochwertige Wohnungszuschnitte in einem durchmischten Quartier mit hohen städtebaulichen, freiräumlichen und ökologischen Qualitäten. Die Anforderung an die Wohnformen rückt in den Vordergrund und sorgt für eine barrierefreie, wirtschaftliche Gestaltung.

 

Die Bausteine

Die wesentlichen Bausteine unserer Entwicklung sind der neu zu errichtende Geschosswohnungsbau im Osten, das Eingangsgebäude an der Eichendorfstraße mit seinem Quartiersladen, und die Einfamilienhäuser zur Miete, die den westlichen Rahmen bilden. Der abschließende Baustein ist das Wohngruppenhaus im Süden. Die Riegel- und Reihenhausstrukturen der Umgebung werden aufgenommen und maßstäblich in das Carré projiziert. Zum Zentrum und zum ruhigen westlich gelegenen Wald des Quartiers nimmt die Gebäudehöhe ab.

Die Wohnungen

Die wertigen, gut geschnittenen Wohnungen des Albert-Schweitzer-Carrés sind barrierefrei ausgeführt und bieten für Paare und Familien, aber auch für alternative Wohnkonzepte ausreichend Platz. Der Ausblick ins Grüne wird Leitmotiv, besonders über die großen Balkone ist der Blick auf die gemeinschaftlichen Flächen. Die Mitte bildet das Platzartige Band mit seinen verschiedenen, bunten Erholungsangeboten der neuen und alten Bewohnern. Durch die Anordnung der Wohntypen wird ein weitläufiger Blick möglich und es werden Freiräume und Plätze angeboten.

Wegeführung

Der Albert-Schweitzer-Weg bildet das Zentrum, den Hauptverteiler des Quartiers und schafft einen Identifikationsort. Er ist nur eingeschränkt von der Eichendorfstraße aus befahrbar, fußläufig kann er durch mehrere Seitenwege von der Fritz-Reuter-Straße bespielt werden. Als zentrale, längsgestreckte Platzanlage verbindet er die Häuser und bietet allen Bewohnern ein buntes Quartiersforum.

Ambulante Wohngruppen

Das Gebäude der ambulanten Wohngruppen bietet über vier Geschosse einen großzügigen Umgang mit Pflege- und Angehörigenwohnen. Die Wohngruppen befinden sich im Erd- und ersten Obergeschoss. Gemeinschaftsräume und gemeinsam genutzte Loggien, für den Austausch zwischen den Bewohnern, sind übereinander angeordnet.

Das Angehörigenwohnen befindet sich über den Wohngruppen. Zehn Wohnungen mit großzügigen Außenräumen bieten Platz für die Angehörigen der Wohngruppen. Die Balkone und Gemeinschaftsräume lassen die Bewohner verweilen, beim Blick über den schön gestalteten Sinnesgarten. Somit verschmelzen Innen- und Außenraum miteinander. Die Erholung im Sinnesgarten wird Teil der Wohnerfahrung in den Wohngruppen, somit können auch Menschen mit Einschränkungen den Außenraum mit allen Sinnen wahrnehmen. In mehreren Pflanzbeeten werden Blumen und Kräutergärten entstehen, die geschwungenen Wege bieten Raum zum Spazieren und zum Verweilen.

Quartierseinrichtungen

Der Albert-Schweitzer-Weg wird durch 2 wesentliche Kopfbauten gefasst. Den Startpunkt bildet der Vorplatz mit dem Kiosk und dem Quartiersbüro. Das Gegenüber bildet das Quartierscafé im Gebäude der Wohngruppen. Vor dort aus hat man einen umfassenden Überblick auf das Treiben der neuen Mitte. Kommunikation und Austausch der Generationen von Jung und Alt bildet hier den Schlüssel zum Erfolg unseres Siedlungskonzeptes.

Parksituation

Die begrünten und bepflanzten, halbgeschossigen Parkgaragen bieten auf einfache und effiziente Weise genug Parkmöglichkeiten für die jeweiligen Hausgruppen. Diese Ankergrünflächen bieten jeweils den zugeordneten Bewohnern der Hausgruppen Privatheit zum öffentlichen Teil der Siedlung. Über die Treppen der Mietshäuser, die Zufahrtsrampe und über ein externes Treppenhaus, das zum Albert-Schweitzer-Weg führt werden die Garagen erschlossen. Barrierefrei werden die Parkgarage, sowie das begrünte Dach erschlossen.

Die abgesenkten Parkplätze werden natürlich belichtet und belüftet. 71 PKWs finden in den drei Parkgaragen Platz und werden im städtebaulichen Raum nicht mehr wahrgenommen. Die übrigen 38 Stellplätze werden unauffällig, oberirdisch in Ergänzung zur Wegeführung angeordnet. An der Fritz-Reuter-Straße, am Quartierseingang, vor den Doppelhäusern und an den Gebäuden der Wohngruppen entstehen Parkmöglichkeiten. So können auch mobil eingeschränkte Personen ihre Ziele schnell erreichen.

Grünverbindung

Der Mehrwert der üppigen Vegetation an der Markt- und der Eichendorfstraße wird im Konzept aufgegriffen und in das Quartier implementiert. Dazu erstrecken sich immer wieder die grünen Finger von Westen in das Wohn-Carré und begleitet die durchdachte Wegeverbindung mit neu gesetztem Grün. Nicht nur Bäume sondern auch Grün- und Spielflächen entstehen. Zentrale Idee ist die Durchlässigkeit und Verbindung von altem und neugeschaffenem Freiraumangeboten.

Grünflächen

Die wesentlichen Grünflächen des neuen Quartiers sind in zwei Bereiche gegliedert:

1) Das öffentliche Grün entlang der Mitte bietet einen hohen kommunikativen Komfort mit ebenfalls angebrachten Spielflächen für jedes Alter. Der Austausch und die Interaktion schaffen Heimat.

2) Die privaten Gartenflächen der Mietwohnungen und Doppelhäuser sorgen für Privatheit und die halböffentlichen Gemeinschaftsgärten stärken die Nachbarschaft.

Energiekonzept

Ein nachhaltiges Energiekonzept ist nicht nur auf ökologischer, sondern auch auf ökonomischer Hinsicht unverzichtbar. Der Entwurf von Tor 5 des Albert-Schweitzer- Carrés bietet alleine schon durch seine seriellen Baukörper die Möglichkeit ein solches umzusetzen. Die kompakten Gebäude haben ein sehr gutes A/V Verhältnis, wodurch ein effizientes Bauen erleichtert wird. Auch die Ausrichtung der Gebäude ist entscheidend. So sind die meisten Gebäude hier hauptsächlich Richtung Süden orientiert und bieten damit sehr hohe solare Gewinne. Der Ausbau zu beispielsweise KFW 55 Häusern wird dadurch begünstigt. Für die Energieversorgung gibt es zwei denkbare Alternativen.