Schlösser Bogen - Düsseldorf

Wettbewerb 2017

Genossenschaftliches Wohnen auf dem Schlösser-Areal

Auslober:

BWB Beamten-Wohnungs-Baugenossenschaft eG
DWG Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft eG
WOGEDO Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost eG

 

Der Ort & der Entwurf

Derendorf erlebt gerade einen tiefgreifenden Wandel
vom einstigen Industriestandort zum zentral gelegenen,
modernen Dienstleistungs- Bildungs- und Wohnstandort.
Mit dem Wettbewerbsgrundstück bietet sich die Chance,
einen nachhaltigen städtebaulichen Impuls zu gestalten,
der als östlicher Abschluss eine vielfältige Wirkung
für das „Wohnquartier Schlösser-Areal“ entfaltet.
Urbane Qualitäten unter Berücksichtigung von ressourcenschonenden
Bauweisen und Einhaltung angestrebter
Schallschutz- und Klimaschutzziele zu entwickeln, ist
hier die Aufgabe.
Der Entwurf bietet dabei in 3 Teilen 130 Wohneinheiten,
gem. dem vorgegebenen Mix an Grundrissgrößen. Die
nach den Vorgaben HKW geplanten Wohnungen berücksichtigen
gleichermaßen die Anforderungen der
Barrierefreiheit wie die der wirtschaftlichen Gestaltung.

 

Die Basis

Die gewünschten Flächen mit ca. 11.500 m² WF und etwa
15.000m² BGF setzen eine urbane Wohndichte voraus.
Um den ruhigen Innenbereich attraktiv belichten zu können,
wurde der Hof nach Westen hin geöffnet und nur
von zwei niedrigeren Punkthäusern ergänzt. Das Staffelgeschoss
wird erforderlich, um die geforderten Größen
zu erreichen.
Die Gebäude stehen auf einem Sockelgeschoss mit Tiefgarage,
Abstell- und Technikräumen.
Die begrünten und bepflanzten, halbgeschossigen Parkgaragen
bieten auf relativ einfache und effiziente Weise
Stellplätze für Autos und Fahrräder. Kellerräume für jede
Wohneinheit und Technikflächen sind ebenfalls dort untergebracht.

 

Grünflächenkonzept

Zentraler Aspekt des Grünflächenkonzeptes ist die Gemeinschaftsfläche
im Zentrum des Quartiers. Die nach
Westen hin aufgebrochene Fassadenfront und kleineren
Punkthäuser ermöglichen eine gute Belichtung der
Grünflächen und durch die hohen Baukörper nach Norden,
Osten und Süden behält dieser Bereich seinen ruhigen
Charakter. Sämtliche Wohnungen sind zur Grünfläche
hin ausgerichtet und schaffen einen halbprivaten
Bereich für alle Bewohner.
Der Gründeckel selbst kann von jedem Treppenhaus aus
im Erdgeschoss erschlossen werden. Zusätzlich sind zwei
Treppen und eine Rampe vorgesehen, sodass sich dieser
auch von der Straße begehen lässt. Gerade die Rampe
hat den Vorteil Gartengeräte direkt nach oben bringen
zu können und verbessert den Zugang der Feuerwehr im
Notfall.
Die geplanten Bäume und Wege schaffen es, unterschiedliche
Plätze und Aufenthaltsräume auf ganz natürliche
und beinahe schon selbstverständliche Art und
Weise herzustellen. Neben einigen Spielflächen und
Treffpunkten, sind auch Gemüse- und Blumenbeete angedacht,
die von den Bewohnern in Eigeninitiative gepflegt
und genutzt werden können.

 

Energiekonzept

Ein nachhaltiges Energiekonzept ist nicht nur aus ökologischer,
sondern auch aus ökonomischer Hinsicht unverzichtbar.
Der Entwurf bietet schon durch seine seriellen
Baukörper die Möglichkeit, ein solches Konzept umzusetzen.
Die kompakten Gebäude haben ein gutes A/V Verhältnis,
das ein effizientes Bauen erleichtert.
Effizient ist heute aus unserer Sicht eine Energieversorgung
mittels Wärmepumpentechnik (geothermisch oder
Luft/Wasser) ergänzt durch eine Gasbrennwerttherme
oder Pelletanlage zur Spitzenlast-Abdeckung. Eine Lüftungskonzept,
ggf. mit Wärmerückgewinnung und eine
abgestimmte Gebäudedämmung mit Dreischeibenverglasung
und Verschattungsmöglichkeiten (auch für den
passiven Schallschutz)gehören unabdingbar dazu.
Die eigentliche Energieversorgung kann alternativ zur
Fernwärmelösung auch als ein quartiersbezogenes Konzept
ausgeführt werden. Der Keller des nördlichen Punkthauses
bietet genug Platz, um die benötigte Technik unterzubringen
und die geforderte Wärmeleistung mittels
Ringleitung an die übrigen Häuser abzugeben. Dadurch
entsteht ein sehr effizientes und nachhaltiges Energiekonzept
mit der Option des Contractings.